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Selaković: Es wird Druck geben, mit Argumenten Serbiens Position verteidigen

 04.03.2021.

Der Außenminister Nikola Selaković sagt, Serbien könne sowohl von Brüssel als auch von Washington Druck in Bezug auf das Kosovo und Metohija erwarten, und dass Belgrad um seine Position kämpfen und diese verteidigen sollte, um nationale und staatliche Interessen mit Argumenten zu beschützen.

 "Es ist nicht einfach. Und ob es bei den Treffen in Berlin Momente gab, die nicht angenehm waren, ja sicherlich gab es die, besonders wenn sich unsere Positionen unterscheiden. Aber das ist noch ein Grund mehr, nach Berlin zu kommen, um darüber zu sprechen. Auch wenn man unzählige Male kommen müsse“, sagte Selakovic am Ende seines Deutschlandbesuchs für Tanjug und beantwortete die Frage, ob Verständnis für unsere Position besteht und ob er Druck von Berlin und Washington erwartet.

 Selaković fügte hinzu, dass es heute viel einfacher ist, Serbien zu vertreten als vor sieben, acht oder 15 Jahren, aber das bedeutet nicht, dass sich einige Dinge in der deutschen Sicht auf das Thema Kosovo und Metohija und die Beziehung zwischen Belgrad und Priština geändert haben.

 "Es ist unsere Aufgabe, die Stärke der Argumente zu nutzen, um zu versuchen, unsere Position in  Gespräch mit allen mit denen wir dass können zu präsentieren und wenn möglich zu stärken", betonte Selaković.

 Er fügte hinzu, dass Präsident Aleksandar Vučić genau das geschafft hat, um die Position Serbiens zu stärken, und dass Sie heute, wenn Sie nach Berlin kommen, nicht den Unannehmlichkeiten ausgesetzt sind, das Ihnen niemand zuhören wird.

 "Deutsche Partner wollen uns zuhören, reden, und das ist eines der Ergebnisse des Besuchs, dass wir weiter reden werden. Ihr Interesse an Serbien ist groß. Und ob es für uns einfach sein wird – das wird es überhaupt nicht sein", schloss Selaković.

 Es sei eine Ehre, Serbien in diesen Tagen in Berlin zu vertreten, trotz schwieriger Maßnahmen, die die Treffen mit Kollegen aus dem Auswärtigen Amt und dem Bundestag einschränkten.

 Selaković erwähnte, dass Deutschland als Entwicklungsmotor, eines der wichtigsten EU-Länder zusammen mit Frankreich, jemand ist, der den EU-Weg Serbiens unterstützt und einen strengen Ansatz gegenüber Serbien verfolgt, aber einen fairen. Dabei werden uns die Probleme hingedeutet und uns wird vorgeschlagen was wir zusammen dagegen tun sollten.

 Er erinnerte daran, dass Deutschland unser wichtigster Außenhandelspartner und das Land ist, dessen Wirtschaft am meisten in die serbische Wirtschaft investiert.

 "Ich habe hier ernsthaftes Lob auf Kosten der serbischen Wirtschaft gehört", sagte Selaković.

 Er stellte fest, dass das Interesse deutscher Journalisten an der Zusammenarbeit Serbiens mit Russland und China sehr groß sei, und erklärte, er habe die Gelegenheit genutzt, um erneut zu bekräftigen, dass Serbien einerseits fest auf dem europäischen Weg stehe und sich diesem Kurs verpflichtet fühle. Gleichzeitig pflegt sie langzeitige Freundschaften die schon seit Jahrzehnte, manche sogar seit Jahrhunderte andauern.

 "Aber sowohl in Peking als auch in Moskau sagen wir immer, dass wir ein Land sind, das auf dem Weg der EU ist, das sein Rechts- und Wirtschaftssystem und seine Gesellschaft darauf vorbereitet, Teil der EU zu werden, und dass wir dies auch weiterhin in der Zukunft tun werden", schloss er.

 Wadephul: Es ist klar, dass Serbien so bald wie möglich der EU beitreten sollte

 Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe der regierenden CDU / CSU und Mitglied des Deutschen Bundestages, Johann David Wadeful, sagte heute, dass Deutschland der Ansicht ist, dass Serbien so bald wie möglich der EU beitreten sollte.

 Nach dem Gespräch mit dem serbischen Außenminister Nikola Selaković erklärte Wadephul für Tanjug, er habe ein gutes Gespräch mit einem Freund aus Belgrad geführt und es sei klar, dass Serbien so bald wie möglich der EU beitreten sollte.

 "Wir wissen, dass Präsident Aleksandar Vučić und die Regierung Serbiens hart daran arbeiten, die Bedingungen zu erfüllen. "Deutschland ist bereit, der serbischen Regierung alle Hilfe zukommen zu lassen", betonte er.

 "Wir wissen, dass wir gemeinsam reicher werden, wenn Serbien Mitglied der EU wird. Es wird gut für Europa sein, aber auch für die Bürger Serbiens ", sagte Wadephul.

 Der Abgeordnete der Regierendenpartei äußerte die Hoffnung, dass dieses Gespräch einen zusätzlichen Beitrag zum klaren Weg Serbiens in die EU leisten wird.

 Heute Abend beendete Minister Selaković seinen zweitägigen Besuch in Berlin mit einem Gespräch mit Wadephul.

 Heute früher hat er sich mit seiner deutschen Amtskollegen Heiko Maas, der Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jan Hecker, und anderen wichtigen Vertretern der deutschen Politik getroffen.

 Er begann seinen Besuch gestern mit einer Rede im EU-Ausschuss des Deutschen Bundestages sowie einem Gespräch mit Mitgliedern der Freundschaftsgruppe mit Südosteuropa und mit deutschen Geschäftsleuten.

 

Quelle: Tanjug


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